Vorbeugung

Vorbeugen - gibt es so etwas?

Schon früh wusste man über den Zusammenhang zwischen einer guten Lebensführung und der Gesundheit. Aber wie ist dieser begründet und gibt es heutzutage neue Erkenntnisse über die Möglichkeit für den Einzelnen vorbeugende Maßnahmen hinsichtlich der Prostatakarzinomentstehung zu treffen?

Der menschliche Körper ist ständig schädlichen Einflüssen durch seine Umwelt ausgesetzt, aber erzeugt auch selbst ständig Substanzen, die an Zellstrukturen Schaden anrichten können. Diese Substanzen, sogenannte „freie Radikale“, sind an der Krebsentstehung und Körperalterung beteiligt und müssen vom Körper abgewehrt werden. Antioxidantien, die dem Körper über die Nahrung zugeführt oder im Körper erzeugt werden können, stellen u.a. einen wesentlichen Punkt in der Verhütung der Krebsentstehung dar. Den Nachweis zu führen, welche Nahrungsmittelbestandteile einen schützenden bzw. kanzeroprotektiven Einfluss haben, ist aufgrund der langen Zeit bis zur Karzinomentstehung schwierig.

Vitamine

Vitamine

Dass Vitamine eine antioxidative und damit protektive Wirkung haben können und Bestandteil einer guten Lebensführung sind, ist bekannt. Insbesondere für Vitamin E konnte eine kanzeroprotektive Wirkung bei anderen Tumorerkrankungen statuiert werden. Für das Prostatakarzinom ist dies bisher nicht eindeutig formulierbar, da die Datenlage derzeit eher widersprüchlich ist. Noch stehen weitere Untersuchungen aus.

Selen

Selen

Eine Vielzahl von Studien belegen, dass Selen eine hohe antioxidative Potenz besitzt und somit tatsächlich auch eine protektive- bzw. präventive Wirkung hat. Selen ist ein Spurenelement.

Lykopin

Lykopin

Lykopin ist wie auch Selen ein Antioxidans, das sich vor allem in Tomaten findet. Die Konzentration von Lykopin ist herstellungsbedingt besonders groß in konzentrierten Tomentenprodukten wie Ketchup oder Tomatenmark. Auch für das Bronchial- und Magenkarzinom wurde dem Lykopin bereits ein vorbeugender Effekt beschieden.

Flavone, Isoflavone, Lignane

Flavone, Isoflavone, Lignane

Diese Substanzen zählen zu der Gruppe der Pythoöstrogene. Phytoöstrogene sind Stoffe, die eine dem weiblichen Geschlechtshormon Östrogen entsprechende Wirkung haben und in Pflanzen vorkommen. Diese Phytoöstrogene können in den Testosteronstoffwechsel eingreifen, indem sie das Enzym 5-Reduktase, das für die Entstehung von Dihydrotestosteron (DHT) notwendig ist, hemmen. Unter dem Einfluss von DHT entwickelt sich bzw. wächst die Prostata. Die niedrige Inzidenz von Prostatakarzinomen in Regionen mit ausgeprägter pflanzlicher Ernährung kann durch den Einfluss der Pytoöstrogene erklärt werden.

Granatäpfel

Granatäpfel

Auch Granatäpfeln sagt man eine positive Anti-Tumorwirkung nach, die wahrscheinlich auf der antioxidativen Wirkung von Polyphenol-Flavonoiden beruht. Wichtig scheint hierbei aber die Verwertung bzw. Kelterung aller Fruchtbestandteile zu sein.

Gute Fette - schlechte Fette

Gute Fette - schlechte Fette

Der Einfluss von Fetten auf unsere Gesundheit ist unumstritten. Während gesättigte, als vornehmlich tierische Fette einen negativen Einfluss haben, sind es primär die ungesättigten, also pflanzlichen Fette, die aufgrund eines antioxidativen Effekts sogar positiv auf die Gesundheit wirken können. Während man den tierischen Fetten heute bereits einen Effekt bei der Entstehung des Prostatakarzinoms zuspricht, zeigen Untersuchungen, dass eine Ernährung mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fetten nicht nur einer Prostatakarzinomentstehung entgegenwirkt, sondern auch einen hemmenden Effekt auf das Fortschreiten eines Prostatakarzinoms haben kann.

Bewegung

Bewegung

"Wer rastet der rostet"- diese Prinzip gilt in vielen Bereich der Medizin. Regelmäßige Bewegung in Kombination mit einer guten Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Lebenführung. Wichtig ist dabei die Regelmäßigkeit nicht das Ausmaß: lieber öfter weniger, als selten viel. Suchen Sie sich etwas, dass Ihnen Spaß macht und Ihnen Bewegung verschafft. Nicht nur in der Vermeidung von Krankheiten spielt die regelmäßige sportliche Betätigung, also die den Lebensumständen angepaßte Bewegung, eine wesentliche Rolle, sondern auch nach einer möglichen Therapie. Häufig ist es nur ein kleiner Schritt die innere Barriere zu überwinden und den ersten Schritt zu tun. Ist der aber getan fühlt man sich auch bald besser als zuvor.