Konzeption und Therapieangebot

Konzeption und Therapieangebot

Als psychotherapeutische Einrichtung werden die Patienten meist geplant aufgenommen; Notfallbehandlungen werden bei Bedarf und Kapazität auch ohne Wartezeit ermöglicht.

Der erste Schritt für stationäre und auch teilstationäre Patientinnen und Patienten besteht in einer umfassenden psychiatrischen, neurologischen und somatischen Diagnostik. Als Allgemeinkrankenhaus stehen dafür alle anderen Fachabteilungen zur Verfügung, die nahezu jede medizinische Fachrichtung abdecken. Daneben bestehen für spezielle Fragestellungen Kooperationen mit den benachbarten Universitätskliniken der Charité. Die fachärztlich-psychiatrische Diagnostik wird durch eine ausführliche psychometrisch-psychologische Diagnostik ergänzt. Tägliche Fallbesprechungen des Teams dienen der stetigen Qualitätssicherung und der ganzheitlichen, multiprofessionellen Betreuung des Patienten. Einzeltherapien und Gruppensitzungen, die sich auf die Grundproblematik des Patienten beziehen, stellen das zentrale Therapieelement dar.

Daneben wird ein vielfältiges Begleitprogramm geboten:

  • Einzel- und Gruppenergotherapie
  • Bewegungs- und Tanztherapie
  • kommunikativer Bewegungstherapie (KBT)
  • verschiedenen Entspannungsverfahren wie Atem-Entspannung, progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Yoga und Aromatherapie
  • regelmäßigen Sportangeboten wie Body Pump und physiotherapeutischen Angeboten im Bewegungsbad

Neben dem allgemeinpsychiatrischen Therapieangebot werden vertiefende, geschlossene Gruppenpsychotherapie- Programme angeboten.

Daneben hat sich bei neurotischen Störungen und Persönlichkeitsstörungen ein fünfwöchiges, psychodynamisches Kurzgruppenpsychotherapieprogramm bewährt.

Für Patientinnen und Patienten mit Schwierigkeiten in sozialer Interaktion (z.B. bei Selbstunsicherheit) wird ein dreiwöchiges „Gruppentraining für soziale Kompetenzen“ nach Hinsch und Pfingsten (2007) angeboten. Zur Behandlung von Alkoholmissbrauchsstörungen bzw. Alkoholabhängigkeit dient das dreiwöchige Programm „Qualifizierter Entzug“. Eine vorherige Entgiftung ist notwendig. Dem psychotraumatologischen Schwerpunkt folgend hat sich ein spezielles, dreiwöchiges, auf soldatische Traumatisierungsaspekte abgestimmtes Therapieprogramm „Gruppentherapie für einsatzbedingte Störungen“ seit vielen Jahren etabliert.