Hernienchirurgie

Die Operation einer Hernie ist der häufigste chirurgische Eingriff überhaupt. Mehr als 500 Hernien werden jedes Jahr im Bundeswehrkrankenhaus Berlin operiert.

Dazu zählen vor allem:

  • Leisten-/ Schenkelbruch
  • Nabelbruch
  • Narbenbruch

Spezialisiert

Die Komplexität und individuellen Unterschiede der verschiedenen Bruchformen haben zu einer Spezialisierung in deren chirurgischer Therapie geführt. Seit März 2015 sind wir „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie“ der Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV).

Mit unserer Erfahrung und vor allem präzisen und ausführlichen Untersuchungsmethoden, für die wir uns viel Zeit nehmen, finden wir gemeinsam mit Ihnen, die für Sie optimale Behandlungsmethode. Unser maßgebliches Ziel ist es, eine dauerhafte stabile Versorgung des Defektes der Bauchwand zu erreichen. Hierfür bieten wir Ihnen eine individuell auf Sie maßgeschneiderte Versorgung an.

Je nach Befund können hierfür offene Operationsverfahren oder undefinedminimal-invasive Verfahren angewandt werden. Zur Verstärkung des körpereigenen Gewebes mit Fremdmaterial verwenden wir ausschließlich die modernsten und hochwertigsten Implantate.

Für die Leisten-/Schenkelbrüche bieten wir an:

  • Lichtenstein
  • Shouldice
  • TEP (total extraperitoneale Plastik)
  • TAPP (transabdominelle präperitoneale Plastik)

Aber auch spezielle Brüche wie parastomale Hernien oder Hiatushernien werden von uns schonend und erfolgreich versorgt.

Unser besonderes Augenmerk gilt den komplizierten Brüchen der Bauchwand, beispielsweise nach großen Operationen. Hier haben wir uns auf die aufwändige und präzise Rekonstruktion der Bauchdecke spezialisiert.

Grundsätzlich versuchen wir, unsere Patienten so schonend wie möglich zu behandeln und so schnell wie möglich in ihr gewohntes Umfeld zu entlassen. Die gezielte postoperative Schmerztherapie ist dabei ebenso wichtig, wie die Auswahl der geeigneten Operationsmethode. Dabei sind die volle Belastbarkeit, die Minimierung des Operationsrisikos und die Vermeidung einer Zweitoperation bzw. Rezidiv-Hernie wesentliche Kriterien für den Therapieerfolg. 

Ablauf

Sollten Sie oder Ihr Hausarzt den Verdacht auf einen Bauchwandbruch haben, vereinbaren Sie einen Termin in unserer Herniensprechstunde. Bringen Sie dafür eventuelle Vorbefunde wie alte Op-Berichte sowie eine Überweisung Ihres Hausarztes mit.

Wir werden mit Ihnen ein ausführliches Anamnesegespräch führen, körperlich gründlich untersuchen sowie im Falle eines Bruches das geeignete Operationsverfahren besprechen. In Rücksprache mit Ihnen legen wir anschließend den Operationstermin fest.