Weitere neurochirurgische Behandlungsmaßnahmen

Neuronavigation

Neuronavigation

Diese Methode ist aus der modernen Neurochirurgie nicht mehr wegzudenken. Im Vorfeld einer Operation wird eine Kernspintomographie zur Gewinnung entsprechender Navigationsdaten durchgeführt. Damit hat man während der Operation am Gehirn jederzeit die Möglichkeit der Orientierung und kann sich ähnlich einem Navigationsgerät darstellen lassen, wo man sich gerade im Gehirn befindet. Die Präzision dabei ist bis zu einem Millimeter genau.

Gefäßmissbildungen des Gehirns

Gefäßmissbildungen des Gehirns

In mikrochirurgischen Eingriffen werden Gefäßaussackungen (Aneurysma) mit kleinen Titanklemmen (Clips) ausgeschaltet. Gefäßtumoren (Angiome und Kavernome) entfernen wir ähnlich den Hirntumoren in mikrochirurgischer Technik. Abhängig vom Krankheitsbild operieren wir auch minimal-invasiv in enger Kooperation mit dem neuroradiologischen Institut der Charité.

Stereotaxie

Stereotaxie

Mittels stereotaktischer Gewebeentnahmen können wir alle unklaren Prozesse des Gehirns, insbesondere auch in ungünstiger Lage, abklären. Dabei führen wir millimetergenau und computergestützt eine Kanüle in den Prozess ein und entnehmen an mehreren Stellen Gewebe zur feingeweblichen Untersuchung.

Neuroendoskopie

Neuroendoskopie

Beim Hydrozephalus (Wasserkopf) und Tumoren im Bereich der Hirnkammern nutzen wir die Neuroendoskopie, um eine Verbindung zwischen den inneren und äußeren Hirnwasserräumen herzustellen. Dabei führen wir über ein kleines Bohrloch im Bereich der Schädeldecke ein stabförmiges Kamera-/Instrumentensystem in die entsprechende Hirnkammer ein.

Magnetflüssigkeitshyperthermie

Magnetflüssigkeitshyperthermie

In enger Zusammenarbeit mit dem Center of Biomedical Nanotechnologie (CBN) und der Strahlenklinik der Charité, Campus Virchow, wurde weltweit erstmals die Nanotechnologie zur Behandlung bösartiger Hirntumoren eingesetzt. Aktuell wird unter der Leitung von Prof. Dr. med. K. Maier-Hauff eine Phase-II-Studie zum Nachweis der Wirksamkeit der Behandlung mit Mirkoteilchen bei 70 Patienten durchgeführt, die an einem wiederkehrenden bösartiger Hirntumor (Glioblastom-rezidiv) erkrankt sind.

Stabilisation bei Wirbelgleiten

Stabilisation bei Wirbelgleiten

Operative Verfahren bei Instabilitäten im Bereich der Wirbelsäule sind sehr vielgestaltig. Sie werden sowohl von vorn als auch von hinten durchgeführt, wobei dies immer vom jeweiligen Erkrankungsbild abhängt. Als Implantate nutzen wir Schrauben-Stangen-Systeme mit einem Platzhalter für den Zwischenwirbelraum oder Plattensysteme mit ebenfalls eingebrachten Platzhaltern für den Zwischenwirbelraum. In seltenen Fällen verwenden wir sogenannte „Stand alone Cages“ als Platzhalter für den Zwischenwirbelraum ohne zusätzliche Implantate.

Minimalinvasive Wirbelbruch-Behandlung (Spineoplastie®)

Minimalinvasive Wirbelbruch-Behandlung (Spineoplastie®)

Im Alter kommt es infolge der Osteoporose gerade bei Frauen häufiger zu sogenannten Sinterungsfrakturen. Bei den Betroffenen verursacht dies starke Rückenschmerzen. Hier bieten wir ein minimal-invasives Verfahren zur Behandlung an. Über einen etwa ein Zentimeter großen Hautschnitt wird unter Röntgenkontrolle der Wirbelkörper wieder aufgerichtet bzw. von innen her stabilisiert.

Liquorzirkulationsstörungen

Liquorzirkulationsstörungen

Bei Erkrankungen der Liquorzirkulation können wir individuell angepasste Ableitungssysteme einsetzen. Außerdem verfügen wir über modernste Systeme zur individuellen Druckanpassung, beispielsweise beim altersbedingten Hydrozephalus (Normaldruck-Hydrozephalus).

Verödung von Wirbelgelenken

Verödung von Wirbelgelenken

Nach diagnostischer Abklärung können wir starke Rückenschmerzen in Folge degenerativer Veränderungen im Bereich der kleinen Wirbelgelenke der Lendenwirbelsäule durch die Verödung der betroffenen Gelenke erfolgreich behandelt. Im ersten Schritt erfolgt zunächst in örtlicher Betäubung eine Testinfiltration (Probeumflutung) der betroffenen Zwischenwirbelgelenke. Am Folgetag führen wir dann bei über 50-prozentiger Schmerzreduktion die thermische Facettendenervierung durch.