Psychotraumazentrum

Vor dem Hintergrund der steigenden Beanspruchung deutscher Soldaten im Auslandseinsatz und dem damit einhergehenden Anstieg einsatzbedingter psychischer Störungen wurde Anfang 2009 im Deutschen Bundestag ein fraktionsübergreifender Antrag einstimmig beschlossen, dessen Ziel die Verbesserung der psychosozialen Situation der Einsatzsoldaten war (Deutscher Bundestag, Drucksache 16/11882). Dieser enthält u.a. Forderungen nach einer Zusammenfassung der Kapazitäten zur Behandlung von PTBS zu einem Kompetenzzentrum, das die Aufgabe haben soll, die bisher vorhandenen Versorgungsstrukturen der Bundeswehr zu systematisieren und evaluieren sowie Strategien zur Verbesserung zu erarbeiten.

Im Mai 2010 wurden die Bereiche der psychosozialen Versorgung und wissenschaftlichen Aufarbeitung im militärischen Kontext im Psychotraumazentrum am Bundeswehrkrankenhaus Berlin gebündelt. Somit vollzog sich ein wichtiger Meilenstein in einer Entwicklung, die in den neunziger Jahren mit entscheidender Pionierarbeit in den Bereichen Prävention und Therapie posttraumatischer Erkrankungen in der Bundeswehr begann.

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