15. Kunstwettbewerb der Bundeswehr unter dem Thema „Diversität“


Mitarbeiterchor toninfusion am Bundeswehr Berlin beteiligt sich mit Videobeitrag am 15. Kunstwettbewerb der Bundeswehr unter dem Thema „Diversität“ Die Sängerinnen und Sänger des Mitarbeiterchores toninfusion und der Chorleiter, Herr Christian Höffling, haben gezeigt, dass man auch in einer Krise Schwung aufnehmen und mit hoher Motivation erfolgreich ein Ziel erreichen kann. Vor ca. 3 Jahren gegründet, singen wir im Rahmen Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Wir sind ca. 30 Sängerinnen und Sänger und proben einmal pro Woche unter professioneller Anleitung.  Anfang des Jahres wurden wir auf den 15. Kunstwettbewerb der Bundeswehr mit dem Thema "Diversität" aufmerksam. Für uns stand sofort fest: "Das ist unser Ding, da machen wir in jedem Fall mit!" Der Chor selbst, ist bereits Vielfalt pur. Wir sind Zivilangestellte und Soldaten, sind jung und alt, haben unterschiedlichste Berufe, singen hierarchieübergreifend und "lieben und glauben verschieden".

 

Eine Arbeitsgruppe aus Sängerinnen und Sängern entwickelte den Text und der Chorleiter lieferte die Komposition für unser Lied "Vielfalt ist Stärke". Der Projektplan sah vor, im Juni 2020 in ein Tonstudio zu gehen, eine super Aufnahme zu produzieren und alles in ein Video zu integrieren. Soweit der Plan, doch alles sollte plötzlich ganz anders kommen. Nach nur zwei Proben wurde Deutschland von der Coronapandemie erfasst, eine Weiterführung der Probenarbeit rückte in weite Ferne. Unsere Erstarrung währte jedoch nicht lange, denn gerade in Zwangspausen kann man sich kluge Gedanken machen. "Wir schaffen das!" war die Devise, wenn auch vorerst keiner wusste wie. Neben der herausfordernden Tätigkeit im Krankenhaus, geänderten Arbeitsprozessen, wechselnden Arbeitsmodellen, wie Homeoffice und paralleler Kinderbetreuung, wurde nach Möglichkeiten gesucht, die Probenarbeit wieder aufzunehmen. Erst nach sechs Wochen gelang es unter Einhaltung strengster Hygienerichtlinien (Singen mit Maske) in kleinsten Gruppen und ausreichend Sicherheitsabstand zwischen den Sängern, das gemeinsame Singen wieder aufzunehmen. Unser Chorleiter blieb immer an unserer Seite. Doch wir mussten erkennen, dass bei der anhaltenden Pandemiesituation die geplanten Tonstudioaufnahmen bis zum Abgabetermin nicht durchführbar sein würden, ohne dass wir uns selbst gefährden. Wieder bedurfte es einer Planänderung. Kreativität war gefragt und Durchhaltevermögen, nur eins stand sicher fest, Aufgeben war keine Option! Das Thema war uns einfach zu wichtig, da wollten wir ein Wort mitreden, in unserem Fall singen. Unter Einsatz von viel Freizeit, mit eiserner Disziplin und viel Mut haben wir ein Splitvideo selbst hergestellt. Alle haben über Wochen kleine Videosequenzen des beruflichen und privaten Lebens gedreht, ein riesiger Videofundus entstand. Doch das Wichtigste war: jede Sängerin und jeder Sänger musste das Lied selbständig zu Hause einsingen, musste in die Verantwortung gehen, damit das Team Chor nicht scheiterte. Eine große Kameradschaft entfaltete sich in unseren Reihen, es wurde geholfen, gestützt und assistiert, damit alle ein eigenes Video produzieren konnten. Ganz zum Schluss wurde es zu einem großen Ganzen zusammengefügt. Den Abgabetermin zum Wettbewerb haben wir halten können, weil der Projektleiter uns 4 Wochen Aufschub gewährte. Auch wenn es im Wettbewerb natürlich um den Sieg geht, Gewinner sind wir in jedem Fall, denn wir sind wieder aufgestanden und "weitergelaufen". Unser Ziel, ein eigenes Lied in einem eigenen Video war uns Orientierung in der herausfordernden Coronazeit, es gab uns Halt, war und ist Motivation, um zu neuen Ufern aufzubrechen. Als schlussendlich das Singen in geschlossenen Räumen in Berlin ganz verboten wurde, sind wir ausgewichen auf Freiflächen auf der Liegenschaft und bei schlechtem Wetter ging es in die Rettungswagengarage, wo man beide Tore weit öffnen kann. Wir leben, wovon wir singen, "Vielfalt ist Stärke, Vielfalt ist Mut, rück an unsere Seite, damit sich was tut". Wir gehen als Team gestärkt und optimistisch aus der Corona"krise" hervor, wir fühlten uns nie allein und immer untereinander kameradschaftlich verbunden. Wir würden es immer wieder so machen. Wir haben unser Ziel erreicht, die Teilnahme am 15. Kunstwettbewerb der Bundeswehr.

Wir danken allen Unterstützern am Bundeswehrkrankenhaus Berlin, insbesondere Frau Hauptfeldwebel Schindler und ihre Unterstützung im BGM,  Frau Stabsfeldwebel Fehrer und Ihrem Team, die die grundlegenden Voraussetzung schafften, für das Singen im Freien und dem Team der Teileinheit Rettung um Oberstabsfeldwebel Maßmann, für die Bereitstellung der Garage. Besonderer Dank gilt unserem Kommandeur, Herrn Generalarzt Professor Dr. Becker und unserem Chorleiter Herrn Christian Höffling, die beide immer an unserer Seite standen.

Oberstarzt Karin Dey