"2. Restart a Heart Day" am Bundeswehrkrankenhaus Berlin

Restart a Heart Team 2019 (Sanitätsdienst der Bundeswehr / Thilo Pulpanek)

Der 16. Oktober gilt als weiltweiter Tag der Wiederbelebung. Dieses Jahr fand zum 2. Mal der " World Restart a Heart Day" statt. Die Organisation "German Resucitation Council" rief dazu auf, verschiedene Veranstaltungen zum Thema Wiederbelebung zu organisieren.

Auch das Bundeswehrkrankenhaus Berlin nutzte den Tag zum wiederholten Male, um besonders Laien sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Reanimation zu trainieren. Der Schirmherr, Oberstarzt Prof. Dr. Horst-Peter Becker, Kommandeur des Bundeswehrkrankenhauses Berlin, eröffnete die Veranstaltung. Die Klinik X für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin stellte sowohl die Leitung der Veranstaltung als auch Assistenzärztinnen und -ärzte, die die Anleitung übernahmen.

Reanimation für jedermann

Ausbildung getreu dem Motto „Jeder auf der Welt kann Leben retten“ (Sanitätsdienst der Bundeswehr / Thilo Pulpanek)

Im Foyer wurde eine Station mit Übungspuppen, vornehmlich für Passanten, Patienten und Gäste des Bundeswehrkrankenhauses, aufgebaut. Zum anderen fand im Physiotherapieraum der Klinik ein intensiveres Theorie- und Praxistraining zum Thema Basic Life Support für Ärzte und Pflegepersonal statt. Anliegen der Veranstalter war es, nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schulen, sondern auch Laien zu animieren – ganz getreu dem Motto: „Jeder, auf der Welt kann Leben retten“.

Unter anderem wurde der Stab, der hauseigene Chor, sowie der Sicherheitsdienst neben vielen Gästen und Passanten trainiert. Die Anleiter scheuten dabei keine Mühen: Sogar vor der hauseigenen Kantine wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Training abgefangen.

Falsche Angst verhindert Hilfe

Unwissenheit und Angst, etwas Falsches zu tun, verhindern in Deutschland noch immer in neun von zehn Fällen, dass mit einer überlebenswichtigen Herzdruckmassage begonnen wird. Jährlich sterben 80.000 bis 100.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod. Nur 15 Prozent der Deutschen helfen im Notfall. Diese Zahlen sollten alle motivieren, etwas zu ändern!

Wer eine bewusstlose Person vorfindet, sollte diese aktiv Ansprechen und die Atmung kontrollieren. Atmet derjenige nicht, so ist unverzüglich der bundesweite Notruf 112 zu kontaktieren. Danach ist sofort mit der Herzdruckmassage zu beginnen, in der Mitte des Brustkorbes, mit einer Eindrücktiefe von 5-6 cm und einer Frequenz von 100 bis 120/min. Prüfen – Rufen – Drücken!

Der Erfolg kann sich sehen lassen

Der Kommandeur Prof. Dr. Becker unterstützt die Veranstaltung (Sanitätsdienst der Bundeswehr / Thilo Pulpanek)

Insgesamt konnten bis 15:00 Uhr über 250 Personen geschult werden. Ein reges Interesse und reichliche Rückfragen der Teilnehmer an die anleitenden Ärztinnen und Ärzte zeigte, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg war.

Auch nächstes Jahr wird das Bundeswehrkrankenhaus Berlin den weltweiten „Restart A Heart Day“ mit einer passenden Veranstaltung unterstützen, um wiederholt zu sagen: „Jeder, überall auf der Welt kann Leben retten“.

Autor: Dr. Ingrid Jähnert