„Lehrrettungswache für Notfallsanitäter“

Übungen am Intubationstrainer. Die Unterrichtseinheiten im klinischen Simulationszentrum sind elementarer Bestandteil der Notfallsanitäterausbildung.

Als zweite Rettungswache in Berlin überhaupt ist es dem Bundeswehrkrankenhaus Berlin gelungen, mit seinen drei Rettungswagen als Lehrrettungswache (LRW) für die praktische Ausbildung von Notfallsanitätern anerkannt zu werden.

Mit dem am 01.01.2014 in Kraft getretenen Notfallsanitätergesetz, das in Deutschland einen vollkommen neuen medizinischen Fachberuf mit deutlich erweiterten Kompetenzen schuf, mussten die bisherigen Ausbildungskonzepte weitreichend überarbeitet und eine neue Zulassung beantragt werden. Neben der zeitlich aufwändigen Weiterbildung des erfahrenen Stammpersonals zu Praxisanleitern wurde durch den Leitenden Notfallsanitäter OStFw Maßmann und den Ausbildungsverantwortlichen HBtsm Herout der komplexe Genehmigungsprozess beim Landesamt für Gesundheit und Soziales begleitet und Dank eines dafür ausgearbeiteten umfangreichen Ausbildungskonzeptes erfolgreich absolviert. Neben dem praktischen Einsatz auf den Rettungsmitteln wird die Simulationsausbildung mit dem Schwerpunkt „Crew Ressource Management“ einen unverzichtbaren Teil der Ausbildung darstellen. Gerade darin verfügt das seit mehr als 10 Jahren bestehende klinische Simulationszentrum des Bundeswehrkrankenhauses über eine unschätzbare Erfahrung. „Damit werden wir nun auch amtlich bestätigt den hohen Ausbildungsanforderungen des neuen Notfallsanitätergesetzes gerecht und erfüllen einmal mehr den originären Auftrag der qualifizierten sanitätsdienstlichen Ausbildung am Berliner Bundeswehrkrankenhaus“, so OFA Dr. Lutz Siegl, der Teileinheitsführer der Rettung am BwKrhs Berlin. „Von den neu geschaffenen Ausbildungskapazitäten profitieren unsere Soldaten, die ab jetzt im Rahmen ihrer ZAW (Zivilen Aus- und Weiterbildung) zum Notfallsanitäter die erforderlichen praktischen Ausbildungsabschnitte in enger Abstimmung mit dem Karrierecenter Berlin komplett am Bundeswehrkrankenhaus durchführen werden. Zusammen mit der Fortsetzung der fest etablierten fachlichen Inübhaltung von jährlich etwa 130 Sanitätsfeldwebel Rettungsassistent/Notfallsanitäter leisten wir einen bedeutenden Beitrag zur Aus- und Weiterbildung für den Einsatz als Retter im In- und Ausland und bahnen unseren Zeitsoldaten des Sanitätsdienstes aber auch einen hervorragenden Start für die Zeit nach der Bundeswehr.“